Wie viel Geld sollten Sie monatlich sparen?
Die ehrliche Antwort lautet: so viel, wie Sie dauerhaft durchhalten können, in der richtigen Reihenfolge. Ein einzelner Prozentsatz ist keine gute Empfehlung, weil der richtige Betrag davon abhängt, ob Sie bereits einen Puffer haben, wie hoch Ihre Fixkosten sind und was in den nächsten sechs Monaten ansteht.
Autor: Sergey Kozyrev — wirtschaftswissenschaftlicher Hintergrund und Berufserfahrung mit Zahlungen und Finanzprozessen.
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Nur allgemeine Informationen, keine individuelle Finanzberatung.
Sparen Sie in Stufen, nicht auf eine Zahl hin
Sparen funktioniert besser als Abfolge denn als starre Regel. Jede Stufe beseitigt eine bestimmte Art finanziellen Drucks, und es bringt nichts, zur vierten Stufe zu eilen, während die erste noch leer ist.
- Stufe 1 — ein Startpuffer von etwa einem Monat der Grundkosten, damit eine kaputte Waschmaschine keine Krise auslöst.
- Stufe 2 — teure Schulden abbauen; eine Kreditkarte mit 20 % Zinsen schlägt jede erreichbare Sparrate.
- Stufe 3 — drei bis sechs Monate an Grundkosten, abhängig davon, wie stabil Ihr Einkommen ist.
- Stufe 4 — konkrete Ziele: Anzahlung, Auto, Auszeit, Altersvorsorge.
Was die gängigen Prozentsätze wert sind
Die bekannte Empfehlung lautet 20 % des Nettoeinkommens, aus der 50/30/20-Regel. Das ist ein vernünftiges langfristiges Ziel für jemanden mit typischen Wohnkosten und unerreichbar für jemanden, der 55 % des Einkommens für Miete zahlt.
Sind 20 % unmöglich, ist 5 % kein Scheitern — es ist der Beginn einer Gewohnheit und eines Puffers. Wer 120 im Monat spart, hat bis zum Herbst einen Monat Lebensmittelkosten abgedeckt, und das verändert, wie sich die nächste unerwartete Rechnung anfühlt.
Bemessen Sie den Notgroschen nach Ihrem Risiko, nicht nach einer Faustregel
Drei Monate ist die übliche Angabe, aber die brauchbare Version ist persönlich: Wie lange würde es dauern, Ihr Einkommen zu ersetzen, und wie viele Menschen hängen davon ab? Eine angestellte Lehrkraft in einem Zweiverdienerhaushalt und ein alleinstehender Freiberufler brauchen sehr unterschiedliche Puffer.
Berechnen Sie ihn nur anhand der Grundkosten — Wohnen, Essen, Nebenkosten, Verkehr, Versicherungen, Mindestraten für Kredite. Ein Notgroschen soll das Überleben sichern, nicht den Lebensstandard, den Sie in einer Krise freiwillig einschränken würden.
Automatisieren Sie es zum Zahltag
Die verlässliche Methode ist ein Dauerauftrag am Tag Ihres Gehaltseingangs, auf ein Konto ohne Karte. Zu sparen, was am Monatsende übrig bleibt, ist der am wenigsten wirksame Ansatz, weil selten etwas übrig bleibt.
Prüfen Sie den Zeitpunkt, bevor Sie den Betrag festlegen: Geht die Überweisung am 28. ab, die Miete aber am 1., können sich beide überschneiden. Legen Sie Einkommen, Rechnungen und die Sparüberweisung auf ihre echten Termine, um zu sehen, ob der Betrag wirklich leistbar ist oder nur im Durchschnitt.
Häufige Fragen
- Sollte ich zuerst sparen oder Schulden abbauen?
- Bauen Sie zuerst einen kleinen Puffer auf — sonst landet die nächste unerwartete Ausgabe wieder auf der Karte — und greifen Sie dann teure Schulden an, bevor Sie weiter sparen.
- Was, wenn mein Einkommen jeden Monat schwankt?
- Sparen Sie einen Prozentsatz jeder Zahlung statt eines festen Betrags. Gute Monate übernehmen dann automatisch den Löwenanteil.
- Wo sollte der Notgroschen liegen?
- An einem unauffälligen, innerhalb ein bis zwei Tagen erreichbaren Ort: ein separates, sofort verfügbares Konto, keine Anlage, die Sie zur Unzeit verkaufen müssten.
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Quellen
Der richtige Monatsbetrag ist der höchste, den Sie auch in einem schlechten Monat weiter einzahlen können — nicht der, der in einem guten Monat beeindruckend aussieht.